Datensicherheit der elektronischen Patientenakte nicht gegeben
Zur Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) für gesetzliche Versicherte in Sachsen-Anhalt am 15. Februar 2025 erklärt Nicole Anger, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke:
„Die Warnungen zur Datensicherheit der elektronischen Patientenakte lassen auch kurz vor ihrer Einführung nicht nach. Nachdem die ePA bereits am 15. Januar 2025 in den Modellregionen startet, soll sie nur einen Monat später bundesweit eingeführt werden. Untersuchungen des Chaos Computer Club haben jedoch gezeigt, dass Kriminelle mit erschreckender Leichtigkeit auf die Gesundheitsdaten von Versicherten zugreifen können.
Der Bundesgesundheitsminister zeigt bisher keine Bereitschaft, den Start aus Datenschutzgründen hinauszuschieben. Die bestehenden Sicherheitsmängel müssen zwingend behoben werden. Die Sozialministerin des Landes ist aufgefordert, sich für den Gesundheitsdatenschutz bei der ePA einzusetzen. Die Aktivierung der ePA für Versicherte in Sachsen-Anhalt darf erst starten, wenn die Daten der Menschen vor Diebstahl und Missbrauch geschützt sind.
Die Digitalisierung im Gesundheitssystem kann nur gelingen, wenn die Menschen das entsprechende Vertrauen in das Agieren des Landes und Bundes haben.“
