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Keine Ausdünnung der Gesundheitsvorsorge

Zu Vorstellungen der Landesregierung hinsichtlich der Krankenhauslandschaft in Sachsen-Anhalt erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Dagmar Zoschke

Zu Vorstellungen der Landesregierung hinsichtlich der Krankenhauslandschaft in Sachsen-Anhalt erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Dagmar Zoschke:

„Mit den heute öffentlich gewordenen Vorstellungen der Landesregierung zur Zukunft der Krankenhauslandschaft in Sachsen-Anhalt sind mehrere eher bedrohliche Botschaften verbunden:

Erstens sieht die Landesregierung auch im Bereich der medizinischen Versorgung Einsparpotentiale.

Zweitens setzt die Landesregierung offenbar auf weitere Spezialisierung bei der Krankenhausversorgung, bestimmte Behandlungen sollen stärker auf auszuwählende Zentren konzentriert werden.

Drittens scheint die Landesregierung eine Hintertür zu suchen, um an der Eigenständigkeit der beiden Universitätsklinika rütteln zu können.

DIE LINKE betrachtet die Pläne der Landesregierung mit großer Skepsis, Sparpotentiale in der Gesundheitsversorgung entdecken oder Hand an die Universitätsklinika legen zu wollen – das kann nur strikt abgelehnt werden.

Es geht vielmehr um den Erhalt der Krankenhausstandorte und die Verbesserung ihrer finanziellen Ausstattung, Privatisierungen sind für DIE LINKE kein gangbarer Weg. Es geht weiter um den Erhalt der öffentlichen Krankenhäuser durch eine effektivere Verteilung von grund- und spezialmedizinischen Angeboten zwischen den Einrichtungen und Regionen, sinnvolle Kooperation ermöglicht wirtschaftliches Arbeiten statt ruinöser Konkurrenz. Das muss im Zentrum stehen, nicht die Suche nach Möglichkeiten, hier immer weiter Geld einsparen zu wollen.

Und es bleibt ohne WENN und ABER das Ziel, eine gleichwertige Gesundheitsversorgung in allen Regionen zu sichern, in ländlichen Räumen ebenso wie in den großen Städten. Die Eigenständigkeit der Universitätsklinika steht für DIE LINKE nicht zur Disposition.“

Magdeburg, 18. November 2016